Weckelsdorfer Felsenstadt

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Pause am höchsten Punkt der Weckelsdorfer Felsenstadt Wanderung
Pause am höchsten Punkt der Weckelsdorfer Felsenstadt Wanderung
So beeindruckend ist Teplické skály: Die beschilderte Wanderung führt mitten durch diese Felsschluchten
So beeindruckend ist Teplické skály: Die beschilderte Wanderung führt mitten durch diese Felsschluchten

Die Weckelsdorfer Felsenstadt: Teplické skály

Die Weckelsdorfer Felsenstadt ist als Teplické skály bekannt und ein beeindruckendes Naturspektakel, das Besucher und Touristen mit seiner einzigartigen Landschaft begeistert. Der bekannteste Wanderweg erstreckt sich über eine Länge von 6 km und ist ein landschaftlich sehr attraktiver Rundweg. Der Eingang zu den Weckelsdorfer Felsen befindet sich am Ortsrand von Teplice nad Metují. Daher der Name Teplické skály – was soviel bedeutet wie Felsen von Teplice. Die Weckelsdorfer Felsen sind geprägt von durchgehenden Felswänden, die an einigen Stellen eine Höhe von 70 m erreichen, sowie von schlanken Felstürmen, Überhängen, geheimnisvollen Höhlen und engen Tälern, die von den Felsen eingeschlossen sind.

Während des Rundgangs stoßen Besucher auf Felsen mit kuriosen Namen wie Raupe, Beil oder Hand mit Eiscreme. Zu den sehenswerten Formationen der Weckelsdorfer Felsenstadt zählen die Felsenkrone sowie die Tempel- und Martinsmauer. In den Tempelmauern befindet sich das größte Höhlenlabyrinth Mitteleuropas, das unter dem Namen Poseidon bekannt ist. Dieses System aus Sandsteinhöhlen, Abgründen und steilen Schluchten erstreckt sich über eine Länge von 27 Kilometern. Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal der Felsenstadt ist das Gebiet namens Sibirien, in dem es selbst im Sommer schneien kann. Dies liegt vor allem daran, dass die Schluchten hier extrem tief und gewunden sind, sodass die Sonne kaum Zugang findet. Wir waren im Hochsommer hier – und es war gerade einmal 11 Grad warm, während es außerhalb der Felsenstadt 30 Grad hatte. In der Weckelsdorfer Felsenstadt stand früher die Burg Střmen. Sie war aus Holz errichtet und thronte auf einem Felsen. Die Felsenburg diente als Wachfestung. Von der Burg ist nichts mehr zu sehen, du solltest dir jedoch den Aufstieg zur ehemaligen Felsenburg Střmen vornehmen. Oben beim Aussichtspunkt der ehemaligen Felsenburg wird man mit einem atemberaubenden Ausblick auf die umliegenden Felswände belohnt.

GUT ZU WISSEN
Die Weckelsdorfer Felsenstadt wird meist in Verbindung mit der benachbarten Felsenstadt, der Adersbacher Felsenstadt genannt, als Adersbacher Weckelsdorfer Felsenstadt. Dabei gibt es genau genommen die Adersbacher Weckelsdorfer Felsenstadt nicht. Die beiden Felsenstädte sind durch die Wolfsschlucht voneinander getrennt. Du kannst jede der beiden unabhängigen Felsenstädte auf einem eigenen Rundweg entdecken. Gute Wanderer können beide Felsenstädte an einem Tag erwandern. Mit rund 15 Kilometern Wegstrecke ist es eine sehr sportliche Variante, von einer zur anderen Felsenstadt zu wandern.

Der direkte Zugang zur Weckelsdorfer Felsenstadt

Adersbach ist eine Streusiedlung, die sich über einen größeren Bereich verteilt. Der direkte Zugang in die Adersbacher Felsenstadt ist in einem anderen Ortsteil als der direkte Zugang in die Weckelsdorfer Felsenstadt. Du kannst im Ortsteil Dolni Aderspach sehr gut nahe des offiziellen Eingangs parken. Für deine Orientierung habe hier den Link zur Google Karte. So findest du das leicht. Hierher fährt auch der Zug. Von der Haltestelle bist du in 3 Minuten am Eingang. Wenn du mit dem Zug anreist, wählst du die Eisenbahnstation Teplice nad Metuji – Trutnov zum Austieg. Für dieses Wanderziel ist die Anfahrt mit dem Zug eine echte Alternative!

Die Weckelsdorfer Felsenstadt Wanderung

Teplické skály - die Weckelsdorfer Felsenstadt
Teplické skály – die Weckelsdorfer Felsenstadt
Naturwunder Teplické skály
Naturwunder Teplické skály
Teplické skály zum Staunen
Teplické skály zum Staunen – rund 90 Meter geht es senkrecht nach oben

Tauche ein in das atemberaubende Abenteuer der Rundwanderung durch die majestätische Felsenstadt von Weckelsdorf! Dieser Wanderweg erstreckt sich über eine Strecke von 5,9 km und führt dich auf einer gut markierten Wanderroute durch eine faszinierende Welt aus Stein. Schon am Startpunkt, der Eingangskasse, spüren wir die Vorfreude auf das bevorstehende Abenteuer. Du musst an der Kasse Eintrittskarten für die Weckelsdorfer Felsenstadt kaufen. Der Zugang ist kostenpflichtig, jedoch günstiger als die Adersbacher Felsenstadt. Die Kasse ist während der Saison täglich geöffnet und liegt direkt neben dem Parkplatz.

Gleich zu Beginn der Wanderung wirst du in vergangene Zeiten zurückversetzt. Unweit des Eingangs hing einst an einem Baum eine Glocke, mit der Führer und Träger für Kranke und Gehfaule zusammengeläutet wurden. Heute gibt es keine Träger mehr, du musst die Felsenwelt mit deinen eigenen Füßen erkunden. Die Erinnerung an vergangene Zeiten schwingt mit dieser netten Anekdote aber noch mit. Wir folgen dem breiten Weg. Er hat immer die blaue Wanderwegmarkierung. Bis zur eigentlichen Felsenstadt sind es ca. 2 Kilometer.

Auf dem Weg dahin kommt bald die ehemalige Burg Střmen. Sie wird auch als Burgruine Stremen bezeichnet. 300 Stufen führen vom Wanderweg hinauf Burgruine Stremen. Sie sind steil und stellenweise fordernd. Oben geht es über steile Leitern zum Aussichtspunkt. Der Aufstieg lohnt sich aber. Du solltest jedoch trittsicher und schwindelfrei sein. Gerade die Leitern im oberen Bereich sind nichts für Spaziergänger. Die Ruinen der Burg erzählen von vergangenen Zeiten, als sie strategisch inmitten des tiefen Grenzwaldes errichtet wurde. Die Burg wurde von den Herren aus Skalice gegründet, die auch die Burgen Adersbach und Vizmburk besaßen. Der Name der Burg leitet sich von den Steigbügeln in ihrem Wappen ab. Ihre Geschichte ist von Intrigen und Kriegen geprägt, und ihre Überreste erinnern uns an vergangene Zeiten.

Vom Aussichtspunkt geht es die 300 Stufen wieder hinunter auf den breiten Wanderweg. Weiter entlang des Weges erwartet dich das eindrucksvolle Felsentor. Hier hat Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1790 seine Spuren hinterlassen. Eine Gedenkplatte erinnert an seinen Besuch, während die Jahreszahlen 1824 und 1755 an bedeutende Ereignisse in der Geschichte der Felsenstadt erinnern. Das Felsentor markiert einen Meilenstein auf deinem Weg und ist ein tolles Fotomotiv. Es folgen weitere tolle Felsen, die besondere Namen haben. Am markantesten fand ich das sogenannte Beil. Spätestens hier beginnt der schönste Teil der Teplické skály. Du kommst auf einem knapp 2 Kilometer langen Rundgang durch die beeindruckendsten Felsen. Folge dafür der blau beschilderten Runde.

Über den Großen und Kleinen Domplatz geht es hinein. Ein weiterer Höhepunkt ist die Felsenkapelle, die durch einen schmalen Felsendurchgang erreichbar ist. Nun nähert sich der Höhepunkt der Wanderung – die Felsenkrone. Dieser majestätische Felsen wurde bereits in den 1920er Jahren von Abenteurern erklommen und bietet einen einzigartigen Blick über die gesamte Umgebung. Rudolf Kaden und Fritz Wiesner waren die Erstbesteiger, die mit ihrer Tapferkeit und Entschlossenheit Geschichte schrieben. Die Domwände, die Sphinx, der Hering und der Felsendurchgang sind weitere eindrucksvolle Stationen entlang des Weges. Jeder dieser Orte erzählt eine eigene Geschichte und verzaubert dich mit seiner einzigartigen Schönheit. Die Domwände ragen bis zu 70 Meter hoch und beeindrucken mit ihrer imposanten Größe. Hier fühlst du dich wie ein kleiner Abenteurer, der die Wunder der Natur erkundet. Die Sphinx erhebt sich majestätisch vor dir und erinnert an die antiken Legenden. Dieser beeindruckende Felsturm wurde im Jahr 1947 von Miroslav Jandácek und M. Lokvenc erstmals erklommen.

Auf dem Weg zum Hering wirst du von einer kleinen Geschichte überrascht. Heimische Bergsteiger glaubten einst, diesen Felsen als Erste zu besteigen. Doch zu ihrer Überraschung entdeckten sie ein Fischskelett, das jemand zuvor dort hinterlassen hatte. Die Identität dieser unbekannten Erstbesteiger bleibt bis heute ein Rätsel. Der Felsendurchgang zwischen dem Eber und dem benachbarten Turm ist der höchste Punkt des Rundwanderweges. Hier genießt du den Panoramablick und spürst die erhabene Atmosphäre, die von den umgebenden Felsen ausgeht. Es ist ein Moment der Stille und Kontemplation, in dem du die Schönheit der Natur in vollen Zügen erlebst.

Der Eisbär erhebt sich stolz und markiert einen weiteren Höhepunkt deiner Wanderung. Dieser hohe Felsen wurde 1927 von Mitgliedern des sächsischen Kletterclubs erstmals bestiegen. Die Namen dieser mutigen Kletterer sind zwar nicht überliefert, doch ihr Pioniergeist und ihre Entschlossenheit sind in den steilen Wänden des Eisbären spürbar. Der Felsendurchgang hinter dem Eisbär wurde im Jahr 1864 geschaffen, um den großen Ringweg zu ermöglichen. Diese künstliche Passage öffnete neue Wege und ermöglichte es den Besuchern, noch tiefer in die faszinierende Welt der Felsen einzutauchen. Früher waren einige Klammen von Sibirien aus nicht zugänglich, doch nun stehen sie offen für Entdecker wie dich.

Sibirien ist ein besonderer Ort entlang des Rundweges. Hier begegnest du schmalen Klammen zwischen hohen Felsmassiven. Der Name Sibirien mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, aber die besonders kühlen Stellen (selbst im Hochsommer 11 Grad!) und die einzigartige Vegetation machen diesen Ort zu einem faszinierenden Abschnitt deiner Wanderung. Moosteppiche und verschiedene Pflanzengemeinschaften zeugen von den unterschiedlichen Mikroklimata und bieten einen visuellen Genuss. Mit dem Ende der Klammen Sibiriens neigt sich der Rundweg durch die Weckelsdorfer Felsenstadt dem Ende zu. Auf demselben Weg gelangst du am Ende des Rundwegs zurück zur Eingangskasse, wo du noch einmal die Eindrücke dieser faszinierenden Landschaft Revue passieren lassen kannst.

Die Rundwanderung durch die Weckelsdorfer Felsenstadt ist ein unvergessliches Abenteuer, das dich mit ihrer Schönheit tief berühren wird. Lasse dich von der Magie der Felsen verzaubern und genieße die Momente der Ruhe und Verbundenheit mit der Natur. Es ist eine Reise, die deine Sinne beflügelt und dich mit unvergesslichen Erinnerungen beschenkt.

Die häufigsten Fragen

Was ist die Weckelsdorfer Felsenstadt?

Die Weckelsdorfer Felsenstadt ist eine faszinierende Felsformation in der Tschechischen Republik, genauer gesagt in der Region Böhmen. Sie besteht aus einer Vielzahl von markanten Felsen, Klüften und Klammen, die im Laufe von Millionen von Jahren durch Erosion und Verwitterung entstanden sind. Die Felsenstadt ist ein beliebtes Ausflugsziel für Natur- und Wanderliebhaber und beeindruckt mit ihrer einzigartig geologischen und landschaftlichen Schönheit.

Wie lange dauert die Rundwanderung durch die Weckelsdorfer Felsenstadt?

Die Rundwanderung durch die Weckelsdorfer Felsenstadt hat eine Gesamtlänge von etwa 5,9 Kilometern. Je nach individuellem Tempo und den Pausen, die man einlegt, dauert die Wanderung in der Regel etwa 3 Stunden. Es ist ratsam, genügend Zeit einzuplanen, um die atemberaubenden Felsformationen zu erkunden und die Schönheit der Natur in vollen Zügen zu genießen.

Wo befindet sich der Startpunkt der Wanderung?

Der Startpunkt der Wanderung befindet sich an der Eingangskasse der Weckelsdorfer Felsenstadt. Die Eingangskasse ist während der gesamten Saison geöffnet und bietet nicht nur Eintrittskarten, sondern auch Wanderkarten, Führer, Ansichtskarten und einen kleinen Imbiss zum Kauf an. Es gibt einen Parkplatz an der Eingangskasse. In der Nähe der Eingangskasse befindet sich auch eine Eisenbahnstation. Sie liegt an der Strecke Teplice nad Metuji – Trutnov.

Welche Felsformationen gibt es auf der Wanderung zu sehen?

Während der Rundwanderung durch die Weckelsdorfer Felsenstadt gibt es eine Vielzahl beeindruckender Felsformationen zu entdecken. Hier sind einige der markantesten:
Das Echo: Eine Holzhütte, an der früher Böllerschüsse gezündet wurden. Die Seiten des gegenüberliegenden Kahlberges werfen den Schall mehrfach zurück, was ein faszinierendes Echo erzeugt.
Burg Střmen: Eine mittelalterliche Wachburg, die auf hohen Felsen inmitten des tiefen Grenzwaldes errichtet wurde. Die Burganlage wurde teilweise in den natürlichen Felsen eingearbeitet, und der Burgturm wurde aus einem einzelnen Felsen herausgehauen.
Das Felsentor: Ein imposantes Felsentor, das an den Besuch von Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1790 erinnert. Die Jahreszahlen 1824 und 1755 an der steilen Mauer des Tores erinnern an wichtige Ereignisse und frühere Felsenbesucher.
Die Felsenkapelle: Ein schmaler Felsendurchgang, der zu einer kleinen Felskapelle führt. Die schmalen Felskorridore sind ein beeindruckendes Beispiel für die Felsgliederung in der gesamten Felsenstadt.
Die Felsenkrone: Ein markanter Felsturm, der bereits in den 1920er Jahren erstmals bestiegen wurde. Der Aufstieg zur Felsenkrone beginnt in einem Riss direkt vom Wanderweg aus.
Der Dom: Eine beeindruckende Klamm im Massiv der Domwände, die bis zu 70 Meter hoch aufragen. Der Dom war früher ein beliebter Ort für Touristen, die die Felsen erkunden wollten.
Der Sphinx: Ein majestätischer Felsturm, der im Jahr 1947 erstmals erklommen wurde. Der Platz zwischen dem Sphinx und den Domwänden wird auch als Rübezahls Garten bezeichnet.
Der Eisbär: Ein hoher Felsen, der 1927 von Mitgliedern des sächsischen Kletterclubs erstmals bestiegen wurde. Der Eisbär markiert einen bedeutenden Meilenstein auf der Wanderung.
Sibirien: Eine schmale Schlucht zwischen hohen Felsmassiven. Hier kann man oft noch im Sommer Schnee sehen und eine einzigartige Vegetation entdecken.

Hier ist die Preisliste für die Weckelsdorfer Felsenstadt:

Weckelsdorfer Felsenstadt EintrittPreis in CZK
Erwachsene120 CZK
Senioren über 65 Jahre80 CZK
Studenten 18-26 Jahre80 CZK
Kinder 6-18 Jahre60 CZK
Familie (2-3 Kinder + 2 Erwachsene)320 CZK
Kinder unter 6 JahrenKostenlos
Hund50 CZK
Weckelsdorfer Felsenstadt ParkenPreis in CZK
Parken (Auto)150 CZK
Parken (Bus)300 CZK
Parken (Wohnwagen)300 CZK
Parken (Motorrad)100 CZK

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